KLICK-PROTOTYP · everhealthy.de · Fassung 3 · Stand 04.08.2026 · TEAM STORZ für DSB
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BEFAST – Notfall erkennen
Die Studie

Wir raten nicht, was ihr braucht. Wir haben gefragt.

Die erste repräsentative Studie zur Gesundheitskompetenz von 16- bis 18-Jährigen in Deutschland.

Bevor ever healthy an den Start ging, wollten wir es genau wissen: Wie kompetent gehen Jugendliche mit Gesundheitsinformationen um? Was motiviert sie – und was hält sie ab? Ein zwölfköpfiges Studierenden-Team der DHBW Ravensburg hat dafür bundesweit rund 1.465 Jugendliche zwischen 16 und 18 befragt, auf Initiative der Deutschen Schlaganfallbegleitung.

Kernergebnisse

Die Zahlen, auf denen alles steht.

63,8 %
haben hohes Interesse an digitalen Gesundheitsangeboten – bevorzugt: KI-Chatbots (56,5 %), Fachwebseiten (52,5 %), Apps (51,0 %).
> 90 %
befürworten ein Schulfach „Gesundheit und Krankheit“ – am liebsten ab Klasse 7–9.
5,47/7
Motivationsindex: mentale Gesundheit, Aussehen und Freunde/Familie schützen sind die stärksten Antreiber.
40,4 %
nennen Zeitmangel als größte Hürde – dazu Zweifel an Verständlichkeit und Verlässlichkeit.
79,1
Gesundheitskompetenz-Index: 56 % ausreichend bis exzellent, 37,8 % im problematischen Bereich.

Wie gemessen wurde.

Befragt wurden bundesweit Jugendliche der Altersgruppe 16 bis 18; nach Datenprüfung umfasste die finale Stichprobe rund 1.465 Personen – die Zielgröße von 1.155 wurde deutlich übertroffen (55,6 % männlich, 44,2 % weiblich, Durchschnittsalter 17 Jahre, Bundesland-Verteilung weitgehend bevölkerungsentsprechend). Zum Einsatz kam der international anerkannte HLS19-Q12 des WHO Action Network M-POHL, angepasst für Jugendliche. Damit liegen erstmals repräsentative Daten für diese Altersgruppe in Deutschland vor.

Durchführung: Studierende des Kurses BWL-International Business der DHBW Ravensburg unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Dobbelstein. Idee und fachliche Anregung: Prof. Dr. med. Hans Joachim von Büdingen und Dipl.-Verw. Wiss. Ulrich Kerle (Deutsche Schlaganfallbegleitung). Gefördert vom Förderverein gegen den Schlaganfall e. V.

Genauer hingeschaut.

  • Wer ist gefährdet? Bei den 18-Jährigen dominiert der problematische Kompetenzbereich (63,6 %) – Jüngere (16–17) schneiden besser ab. Jugendliche ohne Schulanbindung und Berufstätige zeigen niedrigere Werte: genau die Gruppen, die niedrigschwellige Angebote brauchen.
  • Geschlechter-Unterschied: Jungen erreichen häufiger exzellente Werte (41,0 %) als Mädchen (26,2 %) – das Interesse an Gesundheitsthemen ist aber geschlechts- und bildungsübergreifend hoch; Mädchen zeigen mehr Interesse an den einzelnen Themen.
  • Wofür digitale Angebote? Vor allem für schnelle Erklärungen (47,4 %) und Krankheitsverständnis (44,6 %) – genutzt bei konkreten Problemen und zur Prävention.
  • Motivation wächst mit Kompetenz: Je höher die Gesundheitskompetenz, desto höher die Bereitschaft, sich zu kümmern – Aufklärung wirkt doppelt.

Was daraus folgt.

Die Studie empfiehlt: Gesundheitsthemen emotional und alltagsnah ansprechen (Wohlbefinden und soziale Verantwortung betonen), ein Schulfach „Gesundheit und Krankheit“ idealerweise in den Klassen 7 bis 9, gezielte Angebote für besonders förderbedürftige Gruppen – und digitale Plattformen mit KI-Chatbots und geprüften Fachinformationen.

Genau das bauen wir: diese Plattform, den Bereich Digitale Helfer mit Chatbot-Perspektive – und mit dem Schul-Toolkit bringen wir Gesundheit schon jetzt ins Klassenzimmer, Pilotprojekt an einer Berufsschule inklusive.

Für Fachleute und Presse.