Wir raten nicht, was ihr braucht. Wir haben gefragt.
Die erste repräsentative Studie zur Gesundheitskompetenz von 16- bis 18-Jährigen in Deutschland.
Bevor ever healthy an den Start ging, wollten wir es genau wissen: Wie kompetent gehen Jugendliche mit Gesundheitsinformationen um? Was motiviert sie – und was hält sie ab? Ein zwölfköpfiges Studierenden-Team der DHBW Ravensburg hat dafür bundesweit rund 1.465 Jugendliche zwischen 16 und 18 befragt, auf Initiative der Deutschen Schlaganfallbegleitung.
Die Zahlen, auf denen alles steht.
Wie gemessen wurde.
Befragt wurden bundesweit Jugendliche der Altersgruppe 16 bis 18; nach Datenprüfung umfasste die finale Stichprobe rund 1.465 Personen – die Zielgröße von 1.155 wurde deutlich übertroffen (55,6 % männlich, 44,2 % weiblich, Durchschnittsalter 17 Jahre, Bundesland-Verteilung weitgehend bevölkerungsentsprechend). Zum Einsatz kam der international anerkannte HLS19-Q12 des WHO Action Network M-POHL, angepasst für Jugendliche. Damit liegen erstmals repräsentative Daten für diese Altersgruppe in Deutschland vor.
Durchführung: Studierende des Kurses BWL-International Business der DHBW Ravensburg unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Dobbelstein. Idee und fachliche Anregung: Prof. Dr. med. Hans Joachim von Büdingen und Dipl.-Verw. Wiss. Ulrich Kerle (Deutsche Schlaganfallbegleitung). Gefördert vom Förderverein gegen den Schlaganfall e. V.
Genauer hingeschaut.
- Wer ist gefährdet? Bei den 18-Jährigen dominiert der problematische Kompetenzbereich (63,6 %) – Jüngere (16–17) schneiden besser ab. Jugendliche ohne Schulanbindung und Berufstätige zeigen niedrigere Werte: genau die Gruppen, die niedrigschwellige Angebote brauchen.
- Geschlechter-Unterschied: Jungen erreichen häufiger exzellente Werte (41,0 %) als Mädchen (26,2 %) – das Interesse an Gesundheitsthemen ist aber geschlechts- und bildungsübergreifend hoch; Mädchen zeigen mehr Interesse an den einzelnen Themen.
- Wofür digitale Angebote? Vor allem für schnelle Erklärungen (47,4 %) und Krankheitsverständnis (44,6 %) – genutzt bei konkreten Problemen und zur Prävention.
- Motivation wächst mit Kompetenz: Je höher die Gesundheitskompetenz, desto höher die Bereitschaft, sich zu kümmern – Aufklärung wirkt doppelt.
Was daraus folgt.
Die Studie empfiehlt: Gesundheitsthemen emotional und alltagsnah ansprechen (Wohlbefinden und soziale Verantwortung betonen), ein Schulfach „Gesundheit und Krankheit“ idealerweise in den Klassen 7 bis 9, gezielte Angebote für besonders förderbedürftige Gruppen – und digitale Plattformen mit KI-Chatbots und geprüften Fachinformationen.
Genau das bauen wir: diese Plattform, den Bereich Digitale Helfer mit Chatbot-Perspektive – und mit dem Schul-Toolkit bringen wir Gesundheit schon jetzt ins Klassenzimmer, Pilotprojekt an einer Berufsschule inklusive.
Für Fachleute und Presse.
- Ergebnisbericht als PDF (sobald freigegeben)
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